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Dienstag, 10. Oktober 2017

Auf kleinstem Raum: All-In-One-Dichtungslösungen von SKF Economos

Wenn es um kompakte und reduzierte Platzverhältnisse geht, müssen Konstrukteure von Baugruppen und Modullösungen Einbauräume und Gewichte minimieren, Montageschritte vereinfachen und viele weitere Anforderungen beachten. Dabei helfen ihnen fortschrittliche Dichtungslösungen, die unterschiedlichste Funktionen in einem einzigen, kompakten Bauteil vereinen. „All-In-One“-Dichtungen können nicht nur dichten, sondern auch befestigen, abstreifen und führen. Dabei können sie gleichzeitig Teil des Gesamtbauteils sein. Alles, was zu einem leichten und sicheren Zusammenbau erforderlich ist, bringen sie ebenfalls mit.



Konstruktive Erfordernisse, insbesondere die Notwendigkeit, Raum und Gewicht einzusparen, führen zwangsläufig zu dem Wunsch, Bauteilfunktionen zu erhöhen bzw. zu verdichten. Beispielsweise ist oft kein Platz vorhanden, um eine Nut mit beidseitigen Wandungen für einen O-Ring unterzubringen. Oder Aufnahmenuten für Nutringe oder Abstreifer können nicht tief genug eingestochen werden. Bei einer All-In-One-Dichtungsbuchse von SKF Economos werden Dichtlippen für die dynamische Abdichtung, statische Dichtkanten und Abstreifer direkt am Träger angebracht. Zur Buchse gehört eine Bohrung mit Verteilerrille, durch die Schmierstoff zugeführt werden kann.



Das kompakte Bauteil lässt sich erheblich leichter und schneller montieren als einzelne Komponenten, da keine Dichtungen von innen montiert und kalibriert werden müssen. Weitere Features erleichtern die Montage zusätzlich – gleichgültig, ob diese durch Fertigungsautomaten bzw. Roboter oder manuell erfolgen soll: Hierzu gehören eine Einführfase, die das Montieren der Buchse vereinfacht, sowie eine Verdrehsicherung, Aussparungen am Flanschumfang sowie der Anschlagflansch selbst zur sicheren Positionierung.



Der asymmetrische Haltewulst hat in Montagerichtung einen flachen Winkel und auf der Gegenseite (Halteseite) einen steilen Winkel, um die Fixierung zu sichern. Zuführeinheiten und Kalibrierprozesse für die Einzelkomponenten werden damit überflüssig. Durch den Wegfall von Montagekomponenten für das Aufziehen der Einzeldichtungen auf den Träger reduzieren sich die Montagekosten. Gegenüber einzeln aufzuziehenden O-Ringen für die statische Dichtung mit Abmessungen von bspw. 6 x 0,5 mm verfügen die kompakten Multifunktionsbauteile über eine greifbare Größe. Zur Montage genügt ein präzises Ausrichten des All-In-One-Teils auf dem Gehäuse. Anschließend werden die Bauteile manuell oder – bei entsprechenden Serien – maschinell eingedrückt.



Die All-In-One-Technik kann jedoch noch mehr: sie ermöglicht auch die Beseitigung von Toträumen zwischen Aufnahmenut und Dichtelement. Besonders wichtig ist dies bei aseptischen Dichtungsauslegungen im Food- und Pharmabereich. Mit modernen Werkstoffen der ECOPUR-Familie lassen sich zudem straffe und mechanisch ausreichend belastbare Grundkörper (z. B. Ventilkolben) mit dünnen, flexiblen Dichtlippen realisieren.

Zusätzliche Gleit- und Führungsflächen lassen sich mit den Werkstoffen S-ECOPUR, PTFE oder PE leicht erzeugen. Mit S-ECOPUR steht ferner ein Werkstoff zur Verfügung, der über eine integrierte Festschmierstoffkombination verfügt. Ausgesparte Nuten zur Aufnahme von zusätzlichen Führungselementen können konstruktiv mit vorgesehen werden.


All-in-One-Dichtung von SKF Economos
Kompakt und vielseitig: All-in-One-Dichtung von SKF Economos aus Elastomer oder ECOPUR.


Bei der Serienfertigung von All-In-One-Dichtungen besteht die Option kundenseitiger Modifikationen wie bspw. die Anbringung zusätzlicher Fertigungshilfen oder Kennzeichnungsrillen und Markierungsflansche zur Absicherung und Erkennung. Rollwülste dienen zum sicheren Separieren beim Rollen über Sortierleisten durch Schwingförderer; hierdurch kippen die Bauteile einseitig ab.



Nicht zuletzt führt auch die vergleichsweise einfache Logistik bei All-In-One-Bauteilen zu einer vorteilhaften Kostenbetrachtung: So werden Lagerplätze und deren Pflege eingespart. Beschaffungsaufwände für Einzelprodukte, die sonst meist von unterschiedlichen Partnern bezogen werden, entfallen. Auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ist dies ein interessanter Aspekt.



Grenzen für die Umsetzung von All-In-One-Dichtungslösungen setzen in der Praxis bislang vor allem Extremwerte bei Druck, Gleitgeschwindigkeit und Temperatur. Hohe Seitenkräfte bspw. können unter Umständen nicht durch den Grundkörper aus Dichtungswerkstoff abgefangen werden. Eine Kolben-Konstruktion aus Metall mit aufgelegten Gewebebändern ist hier die gebotene Alternative.



Vielversprechend und zukunftsweisend erscheint aber auch die Kombination mit Mehrkomponententechnik (2K/3K), mit der es möglich ist, die Werkstoffeigenschaften des Bauteils zu variieren. SKF Economos verfügt über das selbstentwickelte SKF SEAL JET-Fertigungsverfahren für geringe Stückzahlen, mit dem in der Design- und Entwicklungsphase schnell und kostengünstig Muster- oder Kleinserien erstellt werden können.



Stets aktuelle Informationen über Dichtungslösungen von SKF Economos sind per Newsletter verfügbar.



Sealing Solutions von SKF:

Mit ihrer globalen Technologie-Plattform Sealing Solutions bietet SKF auf der Basis ausgewählter Werkstoffe ein sehr breites Dichtungsprogramm für zahlreiche Branchen, das anwendungsspezifische und Standardlösungen ebenso umfasst wie Großserienprodukte.



Basis dieser Lösungen ist die eigens entwickelte SKF SEAL JET-Fertigungstechnik, mit der kostengünstig und in kürzester Zeit maßgeschneiderte Dichtungslösungen realisiert werden. Unter dem Motto „Dichtung plus“ entwickelt und fertigt SKF auch Formteile, Wasserstrahlteile und kunststofftechnische Komponenten für den industriellen Einsatz und bietet den Neubau, die Reparatur und die Optimierung von Zylindern an.



In Deutschland stellt SKF (vertreten durch die SKF Economos Deutschland GmbH, Bietigheim-Bissingen) zur schnellen Entwicklung und Realisierung von Dichtungs- und Fluidlösungen mit insgesamt 19 Niederlassungen und Verkaufsgebieten eine flächendeckende Vor-Ort-Betreuung mit kurzen Wegen sicher. Mit dem Konzept „Innovation in einem Tag“ wird die schnelle Entwicklung und Realisierung von Dichtungs- und Fluidlösungen ermöglicht.



Anfragen an den Hersteller sind jederzeit und bequem per Smartphone-App möglich unter http://goo.gl/MfiWq (Android) oder http://bit.ly/1ri1OES (iOS). Praktisch ist auch die neue Direktrufnummer 0800 – 1234248 (1a dicht).





Auf kleinstem Raum: All-In-One-Dichtungslösungen von SKF Economos

Sonntag, 1. Mai 2016

Innovation in einem Tag

Hochproduktive und flexible Produktion setzt voraus, dass alle dazu erforderlichen Komponenten reibungslos und effizient ineinander-greifen. Das gilt selbstredend auch für die Produkt-entwicklung, die unter zunehmendem Zeit- und Kostendruck steht, für die Serienfertigung und den Produktauslauf.
Wie diese Anforderungen in der Entwicklung und Fertigung von dichtungstechnischen Elementen erfüllt werden können, zeigte die SKF Economos Deutschland GmbH auf dem 20. Anwenderforum der Fraunhofer Gesellschaft in Stuttgart.




Dichtelemente, die für die Konstruktion bzw. die Erprobung von Maschinen erforderlich sind, müssen oft in kürzest möglicher Zeit zur Verfügung stehen. Auf diese Anforderung antwortet das Dreistufen-Modell der „Sealing solutions from SKF“. Basis hierfür ist ein deutschlandweites Netz von Niederlassungen bzw. Vertriebsmitarbeitern, das kurze Wege sowie eine große Kundennähe sicherstellt.

Profil-in-unterschiedlichen-Werkstoffen-nach-Anwendungsanforderung
Abb. 2 Ein Profil in unterschiedlichen Werkstoffen, je nach Anwendungsanforderung


In der ersten Stufe erfolgt die kundennahe Produktentwicklung in den Niederlassungen für Vor- und Kleinserien. Hierfür steht entsprechendes Fachpersonal zur Produktauslegung und zur schnellen Umsetzung zur Verfügung. Durch die CNC-basierte Drehtechnologie mit integrierter Dichtungssoftware und SKF SEAL-JET-Maschinen können kostspielige Prototypenwerkzeuge und Wartezeiten auf Mustermengen aus Spritzgießwerkzeugen eingespart werden.


Die zweite Stufe für höhere Mengen oder besondere technische Anforderungen wird zentral am Hauptsitz in Bietigheim umgesetzt. Dort werden wirtschaftlich sinnvolle Mengen von ca. 500 bis 40.000 Teilen profilbezogen auf teilautomatisierten CNC-Maschinen gefertigt. Parallel und ergänzend erhalten die Kunden auch produkttechnische Unterstützung in Form einer übergreifenden Anwendungstechnik.

3D-Druck und CNC-Drehtechnik
3D-Druck und CNC-Drehtechnik – SKF Economos Deutschland GmbH


Die dritte Stufe wird mit der konzerneigenen Werkstoffentwicklung am Standort Judenburg in Österreich umgesetzt. Hier erfolgen die Polymerisation und die Granulierung der Rohstoffe zur Weiterverarbeitung für die Halbzeugfertigung. „Rohstoffnah“ werden außerdem Spritzteile und Großdichtungen gefertigt.


Gemeinsam geht’s besser


Bei der Produktentwicklung, die besonders zeit- und kostenkritisch ist, bezieht SKF Economos bewusst das Know-how seiner Kunden mit ein: Das Konzept „Innovation in einem Tag“ erlaubt es deren Entwicklern, gemeinsam mit den Dichtungsexperten von SKF Economos, die Dichtungslösung für seine Anwendung zu optimieren. Die relevanten Bauteile bzw. Komponenten können gleich mitgebracht und Prototypen der neuen Dichtungslösung sofort montiert und geprüft werden. Die dazu nötigen Iterationsstufen erfolgen somit an nur einem Tag. „Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Entwickler seinen Gedanken – im kooperativen Austausch mit seinem „Dichtungspartner“ – oft freieren Lauf lassen kann als am eigenen CAD-Bildschirm. „So entstehen neue innovative Lösungen in deutlich kürzerer Zeit und zu günstigeren Kosten“, erklärt Thomas Deigner, Geschäftsführer der SKF Economos Deutschland GmbH.


Schnell zur optimalen Lösung


Die praktische Umsetzung dieses Konzepts zeigt ein Beispiel aus der Lebensmitteltechnik. An nur einem Arbeitstag ist es möglich, einen anwendungsreifen Dichtabstreifer für Aktuatoren zu entwickeln. Hierzu wird zunächst ein elastomerer Werkstoff gewählt, dessen chemische und physikalische Eigenschaften den späteren Einsatzbedingungen optimal entsprechen, in diesem Fall H-ECOPUR®, ein thermoplastisches Polyurethan-Compound, das über sehr gute Chemikalienresistenz verfügt, hydrolysebeständig ist und ein sehr gutes Abriebverhalten besitzt. Aus diesem Werkstoff werden anschließend Prototypen auf selbstentwickelten CNC-gesteuerten SKF SEAL JET-Maschinen im Drehprozess gefertigt.

SKF-Dichtabstreifer-A11-aus-ECOPUR
Abb. 3 Dichtabstreifer A11 aus ECOPUR


Möglich sind kundenseitige Profile, Standardlösungen sowie fast beliebige Kombinationen aus beidem im Durchmesser von bis zu 600 mm sowie auch Großdichtungen bis 4000 mm aus einem Stück. Selbst Hilfsgeometrien wie Fasen zur Einschnappmontage oder Erkennungsrillen für die Montagerichtung können bereits von Anfang an integriert werden und dem Kunden Vorteile beim späteren Fertigungsprozess sichern.


Auf dieselbe Weise ist die Entwicklung von komplexen All-In-One-Dichtungs-lösungen möglich, die unterschiedliche Funktionen, wie Dichten, Führen, Abstreifen und Befestigen in nur einem Bauteil vereinen. Diese Alleskönner senken nicht nur Montageaufwände, sondern vereinfachen auch die Logistik und die Pflege und reduzieren nicht zuletzt auch Beschaffungsaufwände.


Innovative Kombinationen


Moderne Fertigungstechnik erlaubt es, Dichtungen, Abstreifer und andere Elemente mit identischen Geometrien oder Profilen aus unterschiedlichsten Werkstoffen herzustellen, die unterschiedlichsten Anforderungen wie etwa Betriebstemperaturen oder chemischen Einflüssen, Rechnung tragen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, unterschiedliche Profile aus demselben Werkstoffen zu fertigen, z.B. passt ein Werkstoff in Bezug auf die Verträglichkeit mit Kühl-Schmiermitteln, kann dieser Werkstoff für alle relevanten Profile eingesetzt werden. Durch die innovative Kombination von Standardisierung und Customizing, können unterschiedliche Zielmärkte bedient werden.


Passgenaues Design


Bereits in der Designphase müssen verschiedene Einflussparameter berücksichtigt werden, so zum Beispiel die Toleranzbreite und die Lage des Nennmaßes: Die Herstellung der gedrehten Prototypen in zwei zusätzlichen Maßausfühungen oberhalb und unterhalb der Fertigungstoleranzen des Spritzprozesses, erlaubt eine sofortige Überprüfung auf Undichtigkeit oder Klemmen der Prototypen und somit eine Aussage über die Funktionsreserve der Auslegung. Aus der symmetrischen Auslegung der Übermaß- und Untermaß-Muster ergibt sich dann das Nennmaß. Dabei sind die prozessbedingt Fertigungstoleranzen zu berücksichtigen – denn diese Toleranz ist bei gedrehten Ausführungen gegenüber gespritzten um ca. 30 Prozent enger. Ist all dies beachtet worden und nach einem positivem Prüfergebnis, steht dem Beginn einer Pilotserie nichts mehr im Wege.


Dem Lebenszyklus angepasst


Zum Start eines dichtungstechnischen Produktes empfiehlt sich das CNC-basierte Drehverfahren, mit dem schnell und flexibel Prototypen hergestellt werden können, wodurch sich das Innovationspotenzial insgesamt vergrößert.


Die anschließende Serienfertigung kann je nach Umfang ebenfalls drehtechnisch aber auch spritztechnisch oder in Kombination beider Verfahren erfolgen. In der Praxis wird der angestrebte Preis pro Bauteil für die Verfahrensauswahl ausschlaggebend sein. Der Einsatz der formwerkzeuglosen Drehtechnologie bietet ein Höchstmaß an Flexibilität bei Ergänzungsprodukten.


Der Produktauslauf kann auf diese Weise ebenfalls kostenoptimiert gestaltet werden. Ergänzend wirkt hierbei, dass unnötige Lagerbestände vermieden werden können: Es wird immer nur so viel nachgefertigt, wie tatsächlich benötigt wird.

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Abb 4. Faltenbalg mit Dichtrillen und Spannbund aus ECOPUR_95A-blFG


Zusammenfassung:


Die intelligente Kombination von computerunterstützen Fertigungskonzepten wie der SKF SEAL JET -Technologie zur Herstellung von spanend gefertigten Elastomerlösungen hilft in der Prototypenphase, schnell und kostenbewusste Lösungen flexibel zu gestalten, zu dokumentieren und wiederholgenau zu produzieren. Basis für die Produktlösungen sind anwendungsoptimierte Dichtungscompounds, aus denen Halbzeuge gefertigt werden, aus denen schließlich das Endprodukt Dichtung entsteht. Für die Werkstoffe der ECOPUR-Familie sind dies identische Granulate.


Diese Kombination von Maschine, Software und Werkstoff stellt ein abgestimmtes, standardisiertes System dar. Grundlage für alles ist jedoch das Wissen der Ingenieure und Techniker, die ihre innovativen und zukunftsorientierten Ideen mittels dieser Technologie umsetzen können. Dafür ist es notwendig, dass sich Kunde und Lieferant kooperativ austauschen und ihre Erfahrungen einerseits aus der Kundenanwendung und andererseits aus der Dichtungsherstellung mit dem spezifischen Wissen über Dichtungsgeometrien und Werkstoffe aktiv einbringen.


Das Konzept „Innovation in einem Tag“, bei dem Kunden und Lieferanten direkt an der Dichtungsdrehmaschine arbeiten, zeigt dabei immer wieder, dass zunächst nicht realisierbar erscheinende Lösungsideen dennoch umgesetzt werden können. Gleichzeitig gewinnen die zu entwickelnden Produkte häufig an Anwendernutzen. Anwendungsoptimierte Produktlösungen sind darüber hinaus schwieriger zu kopieren – ein weiterer Wettbewerbsvorteil.



„Innovation in einem Tag“ unterstützt damit das Produkt Dichtung in seiner Wettbewerbsfähigkeit am globalen Markt und dient so dem Kunden und dessen Lieferanten gleichermaßen.
Innovation in einem Tag

Montag, 1. Februar 2016

SKF verbessert Schutz von Windenergieanlagen

Leistungsstarke HRS-Dichtungen aus G-ECOPUR



Mit den neuen HRS-Wellendichtungen aus G-ECOPUR trägt SKF zu einer höheren Turbinenzuverlässigkeit bei reduziertem Instandhaltungsaufwand bei. Außerdem überzeugt die neue Generation von Hochleistungs-Hauptwellendichtungen durch ihr vergleichsweise geringes Gewicht und den minimalen Platzbedarf.



Der Wind hat sich als Energiequelle inzwischen fest etabliert: Laut Global Wind Energy Council hatte die weltweite Windenergieerzeugung bereits Ende 2014 eine Kapazität von 369,6 GW erreicht. Dabei ist zu erwarten, dass der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung in den kommenden Jahren noch steigt: Wegen der zunehmenden Konkurrenzfähigkeit der Windenergie dürften dazu auch die Entwicklungsländer beitragen, von denen so manche mehr elektrischen Strom benötigen.


Angesichts der weiter wachsenden Zahl von Windkraftanlagen werden deren Betrieb und Instandhaltung zu einem immer bedeutenderen Geschäftszweig. Dieses ressourcenschonende Business bringt allerdings auch viele Herausforderungen mit sich – erst recht, wenn die Windkraftanlagen in abgelegenen Gebieten wie beispielsweise im Gebirge oder auf See installiert werden. Dort kommt es umso mehr darauf an, dass die Anlagen ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit aufweisen.



Dem Schutz moderner Windkraftanlagen dienen in erster Linie die Hauptwellendichtungen, die äußere Einflüsse vom Hauptlager und den Getriebekomponenten fernhalten. Außerdem verhindern sie das Austreten von Schmierstoffen. Nun haben SKF Ingenieure eine neue Generation radialer Wellendichtringe entwickelt, die das extreme Anforderungsprofil der Windenergiegewinnung perfekt erfüllt: die HRS-Reihe.

Leicht, kompakt und flexibel

Weil die neuen HRS-Dichtungen aus G-ECOPUR leichter und kompakter sind als Labyrinthdichtungen, ermöglichen sie den Herstellern eine maximale Raumausnutzung bei minimiertem Gondelgewicht. Die radialen Wellendichtringe stehen in drei verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung:


Die Dichtung HRS1 ist primär darauf ausgelegt, den Schmierstoff im Turbinenlager und -getriebe zu halten. Zu diesem Zweck kann sie große Fluchtungsfehler aufnehmen, wie sie in dieser Art von Ausrüstung nicht selten vorkommen: Je nach Wellengröße verträgt die HRS1 koaxiale Fluchtungsfehler von bis zu 3 mm.



Bei Anwendungen, in denen der Schutz vor äußerer Verunreinigung durch Staub oder Feuchtigkeit oberste Priorität hat, kann die HRS1-Dichtung durch eine HRE-Abstreiferdichtung ergänzt werden. Das sorgt praktisch für eine zusätzliche äußere Dichtlippe, welche SKF im Übrigen weiter optimiert hat. Im entsprechenden Portfolio des Unternehmens bietet die HRE-Version dank ihrer starken Dichtlippe den besten Schutz.



Für weniger stark verschmutzte Umgebungen bietet sich schließlich die HRSA-Version der Dichtung an, die konstruktionsseitig bereits mit einer zusätzlichen Schutzlippe versehen ist.

Wellendichtungen aus G-ECOPUR von SKF
Dank einer Reihe vorteilhafter Eigenschaften tragen die neuen HRS-Wellendichtungen aus G-ECOPUR von SKF zu einer höheren Zuverlässigkeit von Windenergieanlagen bei und senken deren Instandhaltungsaufwand.



Den Werkstoff G-ECOPUR, aus dem die HRS-Dichtungen gefertigt sind, hat SKF speziell für Höchstleistungsdichtungen entwickelt. Dabei handelt es sich um ein besonders ozon-, UV- und wasserbeständiges Material, das im Vergleich zu den üblicherweise verwendeten Kautschukwerkstoffen eine außergewöhnlich hohe Verschleißbeständigkeit aufweist: In vielen Tests hat sich gezeigt, dass G-ECOPUR etwa fünfmal so abriebfest ist wie der zweitbeste Elastomer-Werkstoff. Das sorgt für eine deutlich längere Gebrauchsdauer und weniger vorzeitige Ausfälle.



Außerdem verfügen die HRS-Dichtungen dank G-ECOPUR über eine extrem glatte Dichtlippen-Oberfläche. Zum einen schont diese glatte Oberfläche die abgedichtete Welle, was der Systemleistung über die Gebrauchsdauer der Turbine entgegenkommt. Zum anderen verhindert die glatte Dichtungsaußenfläche das Austreten von Schmierstoff zwischen Dichtung und Gehäuse – eine Aufgabe, die rauere, phenol-imprägnierte Gummigewebedichtungen in der Regel weniger gut beherrschen.



„Bei der Konstruktion von Windkraftanlagen stehen Dichtungen nicht unbedingt im Fokus“, weiß María Concepción Martín, Produktmanagerin Windenergie bei SKF. „Dabei sind sie für die Systemleistung durchaus von großer Bedeutung. Deshalb widmen wir diesen Komponenten viel Aufmerksamkeit. Die neuen HRS-Dichtungen aus G-ECOPUR haben wir entwickelt, um der Windenergiebranche exakt das zu bieten, was sie benötigt: höhere Turbinenzuverlässigkeit und reduzierten Instandhaltungsaufwand in einem kosteneffizienten Paket. Dazu gehört beispielsweise auch, dass sich die Dichtungen im Falle eines Falles schnell, einfach und sicher austauschen lassen.“

Auch für enge Plaztverhältnisse
Dichtungen lassen sich auch bei begrenzten Platzverhältnissen deutlich leichter austauschen als gummi-gewebeverstärkte Dichtungen, was viel Zeit und damit Geld spart.

Einfach zu installieren

Das gesamte HRS-Sortiment ist in geteilten und ungeteilten Ausführungen erhältlich. Die ungeteilten Versionen sind für den Einbau während der Fertigung vorgesehen; also wenn die Monteure zumeist noch ungehinderten Zugang zum Wellenende haben. Sollte das nicht der Fall sein, bietet sich eine geteilte Variante an. Primär sind die geteilten Ausführungen aber natürlich für den Austausch während des Service bestimmt. Wegen ihrer glatten Oberflächen lassen sich die HRS-Dichtungen sowohl in der Fertigung als auch beim Austausch viel einfacher installieren als gummi-gewebeverstärkte Dichtungen, was hüben wie drüben Zeit und Geld spart.




Dank der praxis-optimierten Dichtungsgeometrie wird nicht nur jeder Kontakt der Dichtlippe mit dem Dichtungsträger vermieden, auch die Gefahr von Montagefehlern sinkt (beispielsweise invertierte Dichtlippe). Ähnliches gilt für Risiko eines (Edelstahl-) Zugfeder-Verlustes beim Einbau. Nicht zuletzt sorgen auch die steiferen Werkstoffe der Dichtungskonstruktion für eine einfachere Installation: Gemessen am durchschnittlichen Aufwand für Gummi-Gewebedichtungen lassen sich mit der SKF Lösung bis zu vier Arbeitsstunden pro Dichtung einsparen.




Für Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten werden die geteilten HRS-Dichtungen in speziellen Transportverpackungen bereitgestellt, die alle erforderlichen Materialien für die Aufgabe enthalten – ein unschätzbarer Vorteil für Serviceteams, die in beengten und abgelegenen Umgebungen arbeiten.

Hohe Verfügbarkeit

HRS-Dichtungen werden in allen Standardgrößen für moderne Windkraftanwendungen gefertigt. Darüber hinaus kann SKF die neuen Dichtungen, die bereits über das weltweite Vertriebsnetz des Unternehmens verfügbar sind, auch an individuelle Kundenbedürfnisse anpassen. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, die Dichtungen als Teil einer integrierten SKF Lösung (Lager, Dichtungen und Schmiersysteme) zu ordern.


www.skf.de/dichtungen

SKF verbessert Schutz von Windenergieanlagen

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Dichtungslösungen und Hydraulikservice von SKF Economos auf der Maintain

Auf der Maintain in München präsentierte der Dichtungsspezialist SKF Economos Deutschland GmbH neben seinen innovativen Dichtungslösungen und Werkstoffen auch ein umfassendes Angebot rund um Hydraulikzylinder.

Vorgestellt wurden unter anderem dynamische Dichtungen für drehende und schwenkende Bewegungen druckbeaufschlagter hydraulischer Systeme, die gegenüber konventionellen Dichtungslösungen mit PTFE-Compounds deutliche Vorteile bieten.


Hier für zeigte der Hersteller die Basisprofile P09 oder R10, die aus einem Rechteckring oder O-Ring, der für eine initiale Vorspannung sorgt, sowie einem Gleitring aus XS-ECOPUR® bestehen. Der hochleistungsfähige Polyurethanwerkstoff verfügt über eine synergetisch wirkende Kombination fester Schmierstoffanteile und weist eine Härte von 58 Shore D auf.


Somit liegt er auf dem Härteniveau von PTFE-Compounds. Die Spaltextrusion bei erhöhtem Druck kann auf diese Weise verringert werden. Aufgrund der besonderen mechanischen Eigenschaften von ECOPUR® wird das Dichtelement einfach per Schnappmontage in vorhandene Einbauräume eingebracht. Eine Nachkallibrierung erübrigt sich. Darüber hinaus ist ECOPUR® deutlich robuster gegenüber Kerbverletzungen als PTFE.


Gedrehte Dichtungen von SKF Economos ermöglichen einen Austausch von Verschleißteilen oder die Dichtungsoptimierung durch Produkt- bzw. Werkstoffaustausch innerhalb von nur 24 Stunden nach Abstimmung. Standard-NBR-Elemente beispielsweise können vielfach durch robustere PU-Ausführungen ersetzt werden. Dank einer flexiblen Fertigungstechnologie und mit aktuell 19 Niederlassungen und Verkaufsgebieten in ganz Deutschland kann SKF Economos extrem schnelle und dabei auch besonders günstige, kundenspezifische Dichtungslösungen für alle denkbaren Anwendungen anbieten.


Über seine Dichtungslösungen hinaus bietet SKF Economos ein breites Spektrum von Serviceleistungen im Bereich Hydraulik. Dies umfasst die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung aller gebräuchlichen Zylindertypen bis hin zur Inspektion, der Wartung und der Instandsetzung gebrauchter Zylinder, Kolben und Dicht- und Führungselemente, sowie angrenzender fluidtechnischer Bauteile.
www.skf.de/dichtungen



Dichtungslösungen und Hydraulikservice von SKF Economos auf der Maintain

Schneller dicht!

SKF Dichtungen bietet einfachen und mobilen Zugriff auf sein Programm an maßgeschneiderten Dichtungen, Kunststoffbauteilen und Zylinderservices per Smartphone App.

Als erster Anbieter von maßgeschneiderten Dichtungslösungen, Kunststoffbauteilen und Zylinderservices ermöglicht die SKF Economos Deutschland GmbH seinen Kunden ab sofort die schnelle und bequeme Information per Smartphone-App. Damit ist der Anbieter so nah beim Kunden, wie kein anderer Dichtungshersteller.


Die mit dem iPhone® iPod touch® oder iPad® kompatible Anwendung enthält umfangreiche und multimedial aufbereitete Informationen über innovative Dichtungslösungen. Dank der grafischen Profilauswahl können individuelle Dichtungsprofile passend zu vorhandenen Einbauräumen bestimmt werden. Wasserstrahlgeschnittene Dichtungen aus elastomergebundenen und faserverstärkten Flachdichtungswerkstoffen bzw. 2D- oder 3D- geschnittenen Elastomeren und anderen Kunststoffen sind ebenfalls verfügbar.


Darüber hinaus bietet die kostenlose Applikation Anregungen für die Realisierung maßgeschneiderter Kunststoffbauteile und Baugruppen aus einer Vielzahl von technischen Kunststoffen wie PA, POM, PET, PEEK etc., die gefräst, gedreht oder kombiniert realisiert werden können. Die smarte App ermöglicht auch den direkten Kontakt zu den Experten für umfassenden Service rund um Hydraulikzylinder. Selbstverständlich sind sämtliche Kontaktdaten zu den deutschlandweit vorhandenen Niederlassungen der SKF



Schneller dicht!