Posts mit dem Label ECOPUR werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label ECOPUR werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 10. April 2018

Abwehr des chemischen Angriffs

Geprüfte Dichtungswerkstoffe zeigen sich beständig gegen Schaumreinigung


Abwehr des chemischen Angriffs
Abwehr des chemischen Angriffs


Für die in der Lebensmittelindustrie erforderliche Hygiene sorgen meist hochwirksame Reinigungsmittel, die in den Anlagen auch mit Dichtungen in Berührung kommen. Um die Verträglichkeit der Dichtungswerkstoffe mit den am Markt üblichen Schaumreinigern abzusichern, hat SKF Economos Versuche im Labor durchgeführt – mit einem beruhigenden Ergebnis.


Chemischen-Angriff-PDF-image
Die Reinigung gehört zu den Standardprozessen der Lebensmittelindustrie. Die Laborversuche von SKF Economos orientierten sich an typischen Szenarien, wie sie zum Beispiel in Fleisch-, Molkerei- oder Getränkebetrieben vorkommen. Als Fokus wurde die Schaumreinigung bis 60 Grad Celsius gewählt und weitere CIP-Prozesse, die einen Großteil der Anwendungen abdecken. Der CIP-Prozess (Clean-in-Place) beschreibt das Einsprühen der betreffenden Anlage mit einer Reinigungslösung beziehungsweise Schaum unter definierten Randbedingungen wie Einwirkzeit, Temperatur und Konzentration der Lösung.


  • Fluid a: mittelalkalisches Schaumreinigungsmittel

  • Fluid b: chloralkalisches Schaumreinigungsmittel mit Korrosionsinhibitor

  • Fluid c: saures, phosphatfreies Schaumreinigungsmittel

  • Fluid d: flüssiges, saures, schaumfähiges Desinfektionsmittel auf Basis von Wasserstoffperoxid/Peressigsäure




Einer der geprüften Dichtungswerkstoffe war H-ECOPUR, ein thermoplastisches Polyurethan-Elastomer (TPU) mit FDA-Konformität. Es vereint die guten physikalischen Eigenschaften von ECO-PUR mit hoher Hydrolysebeständigkeit. Der rote Werkstoff ist in Wasser bis 90 Grad Celsius einsetzbar und zeigt sich stabil beim Kontakt mit Mineralölen.


Für die Laborversuche wurden gebräuchliche Schaumreinigungsmittel gewählt
Für die Laborversuche wurden gebräuchliche Schaumreinigungsmittel gewählt


Zum anderen wurde der Einfluss der Reinigungsmittel auf das blaue Dichtungsmaterial ECOPUR-95A-bl FG untersucht, das die strengen Anforderungen der EU- Richtlinie EC 1935/2004 erfüllt sowie über eine hohe Verschleiß- und Reißfestigkeit und einen niedrigen Druckverformungsrest verfügt. Das Temperaturspektrum für den Einsatz reicht von minus 50 bis 110 Grad Celsius.


Statisch-dynamisches Dichtungsprofil R15 aus EcopuR 95A-bl FG (links) und das dynamische Dichtungsprofil K01 aus H-EcopuR
Statisch-dynamisches Dichtungsprofil R15 aus EcopuR 95A-bl FG (links) und das dynamische Dichtungsprofil K01 aus H-EcopuR


Die Werkstoffe werden als Abstreifer, Rotations-, Kolben- und Stangendichtungen für die Fleischverarbeitung oder als besonders widerstandsfähige Dichtelemente für die Getränke-, Milch- und Schokoladenindustrie nach anwendungsspezifischen Vorgaben gefertigt. Die Herstellung der Dichtelemente geschieht mittels SKF Seal-Jet-Technologie in Kleinmengen oder Serien. Dank dieses Verfahrens kann der Anwender kostengünstig bestehende Einbauräume umrüsten oder auch schnell Optimierungen realisieren.



Die Auslagerungsversuche wurden mit Mischungen aus destilliertem Wasser und verschiedenen Reinigungsfluiden in maximaler Konzentration gemäß Dosierangabe durchgeführt. Die Performance-Beurteilung der Dichtungswerkstoffe erfolgte anhand der Änderungen folgender Werkstoffeigenschaften im Vergleich zum Ausgangszustand: Härte, Volumen, Zugfestigkeit und Dehnung. Aus diesen Parametern lassen sich Auswirkungen auf das Dichtverhalten wie Anpresskraft und Vorspannung abschätzen. Neben den physikalischen Effekten wie Quellung oder Schrumpfung können auch Aspekte wie chemischer Angriff beziehungsweise Degradation des Dichtungswerkstoffes beurteilt werden.



Die Ergebnisse zeigen, dass die unter definierten Laborbedingungen getesteten Medien und Dichtungswerkstoffe in den angegebenen Konzentrationen bei 23 und 60 Grad Celsius sehr gut verträglich sind und sich somit für den Einsatz eignen. Getrennt zu beurteilen sind Anwendungen, die von den angegebenen Parametern abweichen oder zusätzliche Einflüsse aufweisen. Die durchgeführten Untersuchungen können Maschinenherstellern und der Lebensmittelindustrie als Leitfaden dienen.


H-Ecopur-Eigenschaft
H-Ecopur-Eigenschaft
Ecopur 95A-bl-fg-Eigenschaft
Ecopur 95A-bl-fg-Eigenschaft


Die Spezialwerkstoffe H-ECOPUR mit FDA-Konformität und ECOPUR 95A-bl FG, ebenfalls mit FDA-Konformität, das auch die EG-Verordnungen (EU) 1935/2004 und (EU) 2016/1416 (EU) 10/2011 erfüllt, können unter den beschriebenen Einsatzbedingungen und den getesteten Reinigungsmitteln als verträglich eingestuft werden.


Eine PDF-Version des Artikels erhalten sie über diesen Link





Weitere Informationen zum Thema:

Informationen zum Bereich Lebensmittel

Seals for food and beverage spreads

Declaration of Compliance for Sealing Materials for Food Contact according Commission Regulation (EU) No. 10/2011 (deutsch)



Abwehr des chemischen Angriffs

Donnerstag, 15. März 2018

Optimierte Dachmanschettensätze aus TPU

Der Dichtungsspezialist SKF Economos bietet optimierte Dachmanschettensätze für den Einsatz in Armaturen, Plunger-Pumpen, Hydraulikzylindern, Pressen oder Drehgelenken und Rührwerken an. Das Besondere: Die aus selbst entwickelten hochleistungsfähigen thermoplastischen Polyurethanwerkstoffen (TPU) gefertigten Dichtelemente sorgen nicht nur für zuverlässige statische und dynamische Dichtheit in allen Druckbereichen, sondern verringern auch die Gesamtbetriebskosten. Dachmanschettensätze aus ECOPUR®-Werkstoffen erhöhen die Standzeit des Gesamtsystems deutlich und reduzieren somit erheblich den Wartungsaufwand für Anwender.


SKF_Economos_Optimierte_Dachmanschettensaetze
Einfache Montage und längere Standzeiten:
Ein optimierter Dachmanschettensatz aus dem thermoplastischem Polyurethanwerkstoff H-ECOPUR reduziert die Gesamtbetriebskosten.


Mit den Dachmanschettensätzen aus ECOPUR®-Werkstoffen bietet SKF Economos einen entscheidenden Mehrwert zu den am Markt bekannten Manschettendichtsätzen aus gewebeverstärktem synthetischen Kautschuk wie NBR und FPM. Das eigene SKF SEAL JET-Verfahren zur spanenden Fertigung ermöglicht den Einsatz von ECOPUR®-Werkstoffen, den von SKF Sealing Solutions selbst hergestellten, thermoplastischen Polyurethanen. Diese verfügen über eine bis zu fünfmal höhere Abriebfestigkeit als die marktüblichen Elastomer-Werkstoffe und über eine hervorragende Medienverträglichkeit. Aufgrund ihrer mechanischen Eigenschaften sind Dichtelemente aus ECOPUR®-Werkstoffen zudem besonders gut zu montieren. Ein Aufquellen des Dichtungsmaterials ist bei diesen Werkstoffen ausgeschlossen. Das für Anwender aufwendige Nachspannen des Manschettensatzes – wie bei gewebeverstärktem Elastomer – ist folglich nicht mehr erforderlich. Die wartungsfreie Dichtungslösung aus dem Hause SKF Economos verursacht auch keine Verunreinigung von Ölkreisläufen, die häufig bei gewebeverstärkten Elastomermanschetten auftreten kann. SKF Economos reduziert damit für den Anwender die Gefahr von unerwarteten Systemausfällen bzw. Produktionsstillständen.



Endlos oder geschlitzt


Dachmanschettensätze aus ECOPUR®-Werkstoffen können von den SKF Ingenieuren individuell an nahezu jeden Einbauraum angepasst werden. Sie sind als endlos-geschlossene oder als geschlitzte Ausführung für besonders schwer erreichbare Montagestellen erhältlich. Dank des flexiblen SKF SEAL JET-Verfahrens sind kürzeste Lieferzeiten von wenigen Tagen realisierbar.



Für jede Anforderung den passenden Werkstoff: Mit H-ECOPUR steht auch ein hydrolysebeständiger Werkstoff zur Verfügung; für reibungsintensive Anwendungen empfiehlt SKF Economos ECOPUR®-Werkstoffe mit inkorporierten Schmierstoffen. Der Dichtungshersteller bietet seinen Kunden eine kompetente Beratung bei der Auswahl des am besten geeignetsten Materials für die jeweilige Anwendung.



Weitere Informationen: www.skf.de/dichtungen



Optimierte Dachmanschettensätze aus TPU

Montag, 14. August 2017

HRS-Dichtungen aus G-ECOPUR von SKF: Mehrwert für die Windenergie

Mit HRS-Wellendichtungen aus G-ECOPUR® lässt sich die Turbinenzuverlässigkeit steigern, während der Instandhaltungsaufwand sinkt. Die jüngste Generation von Hochleistungs-Hauptwellendichtungen aus dem Hause SKF ist rasch und variantenreich verfügbar, einfach auszutauschen und zudem lange haltbar.


In den kommenden Jahren dürfte der Anteil der Windenergie an der globalen Stromerzeugung weiter steigen. Das wachsende Business bringt allerdings auch viele Herausforderungen mit sich – erst recht, wenn die Windkraftanlagen in abgelegenen Gebieten wie beispielsweise im Gebirge oder auf See installiert werden. Dort kommt es umso mehr darauf an, dass die Anlagen ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit aufweisen.

Dem Schutz moderner Windkraftanlagen dienen in erster Linie die Hauptwellendichtungen, die äußere Einflüsse vom Hauptlager und den Getriebekomponenten fernhalten. Außerdem verhindern sie das Austreten von Schmierstoffen. Nun haben SKF Ingenieure eine spezielle Generation radialer Wellendichtringe entwickelt, die das extreme Anforderungsprofil der Windenergiegewinnung perfekt erfüllt: die HRS-Reihe (vgl. Abb. 1).

Abb. 1: Hauptwellenanordnung mit Pendelrollenlager und HRS-Dichtungen aus G-ECOPUR von SKF.



Die Entwicklung


Während für vergleichsweise kleine, zweifach gelagerte Hauptwellen oft noch „handelsübliche“ Wellendichtringe ausreichen, treten bei modernen, immer größer werdenden Anlagen mit hoher Leistung und teils einfach gelagertem Rotor deutlich höhere Lasten, Verformungen und Geschwindigkeiten auf. Dabei stoßen bisherige Standarddichtungen schnell an ihre Grenzen.



Um den steigenden Anforderungen zu begegnen, mussten die SKF Ingenieure zunächst die aus den unterschiedlichen Antriebsstrang-Konzepten resultierenden Bedingungen ermitteln (z. B. Dichtungsdurchmesser von 350 bis 3.600 mm, stehende und rotierende Gehäuse, verschiedene Zugänglichkeiten der Dichtungsträger, diverse Schmierfette, mögliche Einsatzorte samt lokalen Umweltbedingungen, etc.). In diesem Zuge erwies sich der gebündelte Wissens- und Erfahrungsschatz verschiedener SKF Experten als großer Vorteil: So brachten beispielsweise Spezialisten für Großlager (und deren Simulation) ihr spezifisches Know-how ein, während Anwendungstechniker ihre praxiserprobten Fähigkeiten und Kenntnisse in punkto Abmessungen, Transport, Dichtungseinbau und Kommunikation mit den Endkunden einfließen ließen. Während der Entwicklung nutzte das Team u. a. intern entwickelte Software, um den Einfluss von Temperatur, Lagerverformung, Druck und Fertigungstoleranzen sowie komplexe dynamische Vorgänge wie Folgefähigkeit der Dichtlippe bei Exzentrizität mit unterschiedlichen Temperaturen und Rotationsgeschwindigkeiten zu simulieren. Die daraus hervorgehenden Ideen wurden im österreichischen Judenburg mit Hilfe der dortigen Fertigungsmöglichkeiten rasch in Prototypen umgesetzt und am eigenen Großdichtungsprüfstand getestet.



Aus der Theorie in die Praxis


Simulationen und Prüfstandsuntersuchungen unter Laborbedingungen waren den SKF Ingenieuren aber nicht genug: Um die reale Performance von Werkstoffen, Schmiermedien und Dichtungsprofilen zu ermitteln, arbeitete das Expertenteam des Unternehmens eng mit Turbinenbauern und -betreibern zusammen. Beispielsweise setzten sie erste Dichtungsprototypen in Turbinen ein, bei denen die bisher verwendeten Dichtsysteme zu wünschen übrig ließen (wegen übermäßiger Leckage, starkem Verschleiß, aufwendigem Dichtungstausch, etc.). Die dabei gewonnenen Erkenntnisse im Hinblick auf das Einbauverhalten und die Performance der Prototypen nutzten sie anschließend zur Optimierung der Versuchsmodelle.



Dabei stellte sich beispielsweise heraus, dass bereits kleine Unterschiede am Antriebsstrang und den Lagern bzw. deren Schmierung zu sehr unterschiedlichem Verhalten führen können. Obwohl das Dichtelement als solches keinen Einfluss auf diese Parameter hat, musste die Vielfalt der Lastfälle in die Weiterentwicklung einbezogen werden, um die Sicherheit und Lebensdauer der Dichtelemente in einem weiten Anwendungsfeld zu ermöglichen.



Erprobt in aller Welt


Das finale Dichtungsprofil wurde u. a. in Windturbinen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Südkorea und China installiert. Diese Anwendungen wurden zur Validierung herangezogen, da sie einen aussagekräftigen Querschnitt durch die Einsatzparameter darstellen und regelmäßig inspiziert werden konnten, was wiederum eine Dokumentation der Performance zuließ. Nach Laufzeiten zwischen 1,5 und 2,5 Jahren stand u. a. zweifelsfrei fest, dass die Dichtung wegen ihrer besonderen Geometrie die Leckagen drastisch verringern konnte: Viele Anlagen liefen sogar leckagefrei. Und dank der Verwendung von G-ECOPUR® wiesen die SKF Dichtungen einen viel besseren Zustand im Hinblick auf Verschleiß, Vorspannungsverlust und Alterung auf als ihre „konventionellen“ Konkurrenten.



Das Dichtungsmaterial


Das zum Einsatz kommende Dichtungsmaterial G-ECOPUR® ist ein von SKF selbst entwickeltes und produziertes Polyurethan. Es handelt sich um ein thermoplastisches Elastomer: Als Dichtung verhält es sich ähnlich wie ein Gummiwerkstoff, hat jedoch eine höhere mechanische Stabilität. Dadurch kann auf Gewebeeinlagen verzichtet werden und die Lippenverformung bei Belastung bleibt geringer. G-ECOPUR® ist deutlich abriebbeständiger als NBR und HNBR, was sich in geringerem Dichtungsverschleiß und somit längerer Lebensdauer niederschlägt (vgl. Abb. 2).

Abb. 2: G-ECOPUR von SKF ist fünfmal abriebfester als das nächstbeste Elastomermaterial und bietet eine fast 3,5 Mal höhere Reißfestigkeit.



G-ECOPUR® wurde ausführlich gegen Angriff von UV-Strahlung und Ozon sowie auf chemische Kompatibilität mit handelsüblichen Windturbinen-Schmierstoffen getestet. Die im Betrieb erzeugte Reibung entspricht gängigen Wellendichtringen aus NBR und HNBR. Aufgrund der mechanischen Stabilität kann G-ECOPUR® deutlich besser mit etwaigem Systemdruck umgehen, der durch Nachschmierung oder Temperaturausdehnung von Luft und Fett im System entsteht, was zu Vorteilen bei Reibung und Verschleiß bei leichtem Druck führt. Wie bei jedem anderen Elastomerwerkstoff ist aber grundsätzlich zu berücksichtigen, dass hohe Temperaturen zu beschleunigter Alterung führen. Deshalb empfiehlt SKF den Anwendern, auf guten Wärmeabtransport von der Dichtstelle zu achten: Dadurch erhöht sich die Lebensdauer der Dichtung spürbar.



Dichtungsvarianten

Grundsätzlich ist die Dichtung in drei verschiedenen Varianten erhältlich (vgl. Abb. 3), wobei jede Variante in zwei Ausführungen zur Verfügung steht:


Abb. 3: Links: HRS1 – Basisausführung für Standardeinsatz / Mitte: HRSA – Kompakte Ausführung mit zusätzlicher Schutzlippe gegen Verschmutzung von außen / Rechts: HRE1 – Separate Schutzlippe gegen Verschmutzung von außen für maximale Flexibilität.

  • Die OEM-Ausführung beinhaltet eine endlose (geschlossene) Dichtung und eine vollständig zum Kreis geschlossene Zugfeder. Diese Ausführung ist für die Erstausrüstung von Lagern und Turbinen gedacht, wenn die Dichtstelle leicht zugänglich ist.


  • Die Split-Ausführung beinhaltet eine geschnittene Dichtung und eine Zugfeder mit einer offenen Verbindungsstelle. Diese Dichtung wird platzsparend und einzeln verpackt und mit einer bebilderten Einbauanleitung geliefert. Diese Ausführung ist für den Dichtungstausch direkt an der Turbine gedacht. Zugfeder und Dichtung können um fixe Bauteile herumgeführt werden. Die Zugfeder wird in Position einfach zusammengeschraubt, während die Dichtung keine weitere Behandlung benötigt und der Schnittspalt zwischen den Enden sich im eingebauten Zustand von selbst vollständig schließt. Durch den Verzicht auf eine aufwändige Klebung oder Schweißung werden die Einbaumöglichkeiten erweitert, der Bedarf an Spezialwerkzeugen gesenkt, der Transportaufwand minimiert und der Zeitaufwand deutlich verringert. Das Dichtungsprofil selbst wurde so designt, dass alle identifizierten Risiken beim Einbau und im Betrieb minimiert werden.


Spezifikationen


Im Betrieb zeichnet sich die HRS-Dichtung durch hervorragende Folgefähigkeit der Dichtlippe aus, mit der ±3 mm Wellenschlag dauerhaft ausgeglichen werden können (vgl. Abb. 4 und Abb. 5). Die empfohlenen Einsatztemperaturen für G-ECOPUR® liegen zwischen -30 und +110 °C; wobei die Dichtungen jedoch zerstörungsfrei deutlich tieferen Temperaturen bis -70 °C ausgesetzt werden können. Die Dichtung wurde in Feldanwendungen bis zu einer Geschwindigkeit an der Dichtfläche von 2,5 m/s (entspricht 20 min-1 bei 2.400 mm Wellendurchmesser) erfolgreich getestet. Die HRS-Dichtungsreihe (HRS1, HRSA, HRE1) ist für Wellendurchmesser von 350 bis 3.900 mm erhältlich. Aufgrund des flexiblen Fertigungsprozesses sind auch besondere Größen sowie einzelne Dichtungen oder große Stückzahlen ohne zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand für Formwerkzeuge möglich.


Abb. 4: Die spezifischen Vorzüge des HRS-Wellendichtungsprofils von SKF im Überblick.
Abb. 5: Die HRS1-Dichtung in eingebautem Zustand.


Fazit

Inzwischen sind Tausende bereits bestehende und auch neu installierte Windturbinen mit den HRS-Dichtungen von SKF ausgerüstet worden. Seither maximieren sie die Zuverlässigkeit dieser Anlagen und tragen dazu bei, deren Wartungskosten zu senken. Hilfreiche Infos zur Montage von HRS-Dichtungen in Windenergieanlagen sind (auf Englisch) im YouTube-Kanal von SKF unter folgendem Link verfügbar:



HRS-Dichtungen aus G-ECOPUR von SKF: Mehrwert für die Windenergie

Freitag, 22. Mai 2015

SKF Economos: robuste Rotationsdichtungen einfacher montiert

Der Dichtungsspezialist SKF Economos Deutschland GmbH bietet Rotationsdichtungen für die Abdichtung von Drehdurchführungen an, die deutlich verschleißfester, druckstabiler und medienbeständiger als gängige NBR- oder PTFE-Ausführungen sind. Aufgrund der mechanischen Eigenschaften des hier eingesetzten Polyurethanwerkstoffes sind diese Dichtelemente auch erheblich einfacher zu montieren.



Dichtungen aus ECOPUR® bieten neben optimalen Dichtungsleistungen eine hohe Widerstandsfestigkeit bzw. Verträglichkeit gegenüber Kühl- Schmierflüssigkeiten sowie ein optimales Temperaturverhalten. Die Dichtelemente können einfach per Schnappmontage in vorhandene Einbauräume eingebracht werden. Die sonst erforderliche Nachkalibrierung entfällt. Dieser Vorteil kommt einerseits bei der manuellen Kleinmengenmontage, sowie bei der automatisierten Montage für Serien zum Tragen, wodurch sich Kosten reduzieren. Darüber hinaus ist ECOPUR® deutlich robuster gegenüber Kerbverletzungen als PTFE. Auch dies hilft, die Gesamtproduktqualität kostengünstiger abzusichern.



Dank inkorporierter Schmierstoffe im Werkstoff XS-ECOPUR wird die leicht höhere Reibleistung kompensiert, sodass die Vorteile überwiegen. Dies macht sich unter anderem in längeren Standzeiten bemerkbar.



Die vorgestellten PU-Dichtungslösungen können als doppelt wirkende Drehverteiler-dichtung oder auch einfachwirkend als Abschlussdichtung eingesetzt werden und sind sowohl in gedrehter als auch in gespritzter Ausführung realisierbar. Somit bietet SKF Economos Lösungen über den kompletten Produktlebenszyklus. Mit Hilfe der SKF SEAL JET-Fertigungstechnik können Pilotteile und Anlaufserien ohne Werkzeugkosten und für die Mengenteile werkzeuggebundene Ausführungen hergestellt werden. Auch bei Mengenunterschieden über komplette Baureihen mit unterschiedlichen Durchmessern kann die Kombination gedrehte und gespritzte Ausführung sinnvoll sein. Dabei können geringere Stückzahlen ohne Formwerkzeugkosten in gedrehter Ausführung umgesetzt werden.



Auf Wunsch liefert SKF Economos komplette Drehdurchführungen, bestehend aus Rotationsdichtung und sämtlichen Metallteilen, aus einer Hand.


Sealing Solutions von SKF:

Mit ihrer globalen Technologie-Plattform Sealing Solutions bietet SKF auf der Basis ausgewählter Werkstoffe ein sehr breites Dichtungsprogramm für zahlreiche Branchen, das anwendungsspezifische und Standardlösungen ebenso umfasst wie Großserien-produkte.



Basis dieser Lösungen ist die eigens entwickelte SKF SEAL JET-Fertigungstechnik, mit der kostengünstig und in kürzester Zeit maßgeschneiderte Dichtungslösungen realisiert werden. Unter dem Motto „Dichtung plus“ entwickelt und fertigt SKF auch Formteile, Wasserstrahlteile und kunststofftechnische Komponenten für den industriellen Einsatz und bietet den Neubau, die Reparatur und die Optimierung von Zylindern an.



In Deutschland stellt SKF (vertreten durch die SKF Economos Deutschland GmbH, Bietigheim-Bissingen) zur schnellen Entwicklung und Realisierung von Dichtungs- und Fluidlösungen mit insgesamt 19 Niederlassungen und Verkaufsgebieten eine flächendeckende Vor-Ort-Betreuung mit kurzen Wegen sicher. Mit dem Konzept „Innovation in einem Tag“ wird die schnelle Entwicklung und Realisierung von Dichtungs- und Fluidlösungen ermöglicht.



Anfragen an den Hersteller sind jederzeit und bequem per Smartphone-App möglich http://apple.co/1EbOntt (iOS) bzw. http://bitly.com/1rMnqEU (Android).

SKF Economos: robuste Rotationsdichtungen einfacher montiert

Donnerstag, 21. Mai 2015

SKF Economos: schwingungsdämpfende Elemente

Für den Einsatz in der Lebensmittel– und Getränkeindustrie hat SKF Economos neue schwingungsdämpfende Elemente entwickelt. Diese dienen zur elastischen Lagerung von Motoren, Getrieben, Aggregaten, Prüfmaschinen und weiteren Anwendungen. Der dabei verwendete Polyurethan-Werkstoff Ecopur 95A-bl-FG entspricht den Anforderungen der EU-Richtlinien EC 1935/2004 und den in den USA geltenden FDA-Regelungen für Anlagen und Maschinenteile, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.



Der viskoelastische Polyurethanelastomer Ecopur 95A-bl-FG verfügt den Angaben zufolge über hervorragende Dämpfungseigenschaften und zeichnet sich durch hohe Reißfestigkeit aus. Die Oberflächenstruktur der Elemente ist sehr glatt. Auch die Übergänge zum Anschlussgewinde schließen fugenlos ab und verhindern somit die Bildung von Keimnestern. Der Werkstoff eignet sich für einen Temperaturbereich von – 50 bis +110 °C. Dabei besitzt er eine gute Resistenz gegenüber branchenüblichen Reinigungsmedien und ist alterungsbeständiger als handelsübliche Schwingungsdämpfer aus Gummielastomeren.

SKF Economos: schwingungsdämpfende Elemente

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Dichtungslösungen und Hydraulikservice von SKF Economos auf der Maintain

Auf der Maintain in München präsentierte der Dichtungsspezialist SKF Economos Deutschland GmbH neben seinen innovativen Dichtungslösungen und Werkstoffen auch ein umfassendes Angebot rund um Hydraulikzylinder.

Vorgestellt wurden unter anderem dynamische Dichtungen für drehende und schwenkende Bewegungen druckbeaufschlagter hydraulischer Systeme, die gegenüber konventionellen Dichtungslösungen mit PTFE-Compounds deutliche Vorteile bieten.


Hier für zeigte der Hersteller die Basisprofile P09 oder R10, die aus einem Rechteckring oder O-Ring, der für eine initiale Vorspannung sorgt, sowie einem Gleitring aus XS-ECOPUR® bestehen. Der hochleistungsfähige Polyurethanwerkstoff verfügt über eine synergetisch wirkende Kombination fester Schmierstoffanteile und weist eine Härte von 58 Shore D auf.


Somit liegt er auf dem Härteniveau von PTFE-Compounds. Die Spaltextrusion bei erhöhtem Druck kann auf diese Weise verringert werden. Aufgrund der besonderen mechanischen Eigenschaften von ECOPUR® wird das Dichtelement einfach per Schnappmontage in vorhandene Einbauräume eingebracht. Eine Nachkallibrierung erübrigt sich. Darüber hinaus ist ECOPUR® deutlich robuster gegenüber Kerbverletzungen als PTFE.


Gedrehte Dichtungen von SKF Economos ermöglichen einen Austausch von Verschleißteilen oder die Dichtungsoptimierung durch Produkt- bzw. Werkstoffaustausch innerhalb von nur 24 Stunden nach Abstimmung. Standard-NBR-Elemente beispielsweise können vielfach durch robustere PU-Ausführungen ersetzt werden. Dank einer flexiblen Fertigungstechnologie und mit aktuell 19 Niederlassungen und Verkaufsgebieten in ganz Deutschland kann SKF Economos extrem schnelle und dabei auch besonders günstige, kundenspezifische Dichtungslösungen für alle denkbaren Anwendungen anbieten.


Über seine Dichtungslösungen hinaus bietet SKF Economos ein breites Spektrum von Serviceleistungen im Bereich Hydraulik. Dies umfasst die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung aller gebräuchlichen Zylindertypen bis hin zur Inspektion, der Wartung und der Instandsetzung gebrauchter Zylinder, Kolben und Dicht- und Führungselemente, sowie angrenzender fluidtechnischer Bauteile.
www.skf.de/dichtungen



Dichtungslösungen und Hydraulikservice von SKF Economos auf der Maintain

Dichtungslösungen und Hydraulikservices aus einer Hand

Zu den wichtigsten Anforderungen an Dichtungslösungen gehören, neben möglichst guten Dichtungsleistungen, eine hohe Verschleiß- und Extrusionsfestigkeit, geringe Stick-Slip-Neigung, niedrige Reibung sowie eine hohe Widerstandsfestigkeit bzw. Verträglichkeit gegenüber Medien wie z.B. Kühl- Schmierflüssigkeiten, ein optimales Temperaturverhalten sowie Montagefreundlichkeit. Mit seiner flexiblen Fertigungstechnologie und mit aktuell zwölf Fertigungsstandorten in ganz Deutschland bietet der Dichtungshersteller SKF Economos extrem schnelle und dabei auch besonders günstige, kundenspezifische Dichtungslösungen für die unterschiedlichsten Anwendungen.


Gedrehte Prototypen und Kleinserien ermöglichen die rasche und wirtschaftliche Umsetzung konstruktiver Innovationen für Maschinen- und Anlagenentwickler. Großserien werden dagegen wie üblich im Spritzgussverfahren gefertigt. Serien im Kleinmengenbereich z.B. 500 bis ca. 20.0000 Stück können mit der automatisierten Seal-Jet-Technik ohne Spritzwerkzeugkosten umgesetzt werden.


Dichtungen aus der ECOPUR®-Familie können dank der Seal-Jet-Technik von SKF Economos an alle Einbauräume angepasst werden. Sie bieten darüber hinaus auch Vorteile durch eine einfachere und schnellere Montage mit einem geringeren Risiko von Montagebeschädigungen z.B. gegenüber PTFE-Dichtungen und warten mit höherer Verschleißfestigkeit und verbesserter Extrusionsfestigkeit auf. Drehdurchführungen für Rundschalttische, Rundtakt- und Rundlauftische für die industrielle Produktion mit den typischen Medien wie mineralischen Ölen, Wasser, Luft oder Emulsionen können mit ECOPUR®-Dichtungen von SKF Economos optimal abgedichtet werden.


Der Werkstoff H-ECOPUR® empfiehlt sich überall dort, wo hohe Beständigkeit gegenüber Kühl-/Schmiermedien, HFx Flüssigkeiten oder Hydrolyse gefordert ist, etwa bei Anwendungen im Bereich der Wasserhydraulik sowie im Berg- und Tunnelbau und Pressen. S-ECOPUR® mit seiner synergistischen Verbindung von festen Schmierstoffen verfügt über hervorragende Gleiteigenschaften und eignet sich besonders auch für dynamische Hochdruckanwendungen und für den Einsatz von Flüssigkeiten und Gasen mit geringer Schmierwirkung.


Für höhere Druckbereiche z.B. über 400 bar oder bei erhöhten Spaltweiten stehen zusätzlich die Werkstoffe aus der X ECOPUR®-Serie mit einer erhöhten Werkstoffhärte von ca. 60-Shore D zur Verfügung. X-ECOPUR® liegt somit auf dem Härteniveau von PTFECompounds, die in der Fluidtechnik eingesetzt werden. Gegenüber PTFE weisen sie jedoch ein geringeres Montagebeschädigungsrisiko auf und benötigen keine Zusatzvorrichtungen für die Montage.


Darüber hinaus bietet SKF Economos ein umfassendes Spektrum von Serviceleistungen im Bereich Hydraulik. Der Fokus liegt auf dem Zylinderservice, der Inspektion, der Wartung und der Instandsetzung gebrauchter Zylinder. Dies beinhaltet nicht nur den Austausch der verschlissenen und geschädigten Komponenten, sondern auch die Beratung zur Optimierung des Zylinders oder der Fluidkomponente. Auch die Neuentwicklung, Konstruktion und Fertigung aller gebräuchlichen anwendungsspezifisschen Zylindertypen, Kolben und Dicht- und Führungselemente, sowie angrenzender fluidtechnischer Bauteile werden angeboten.


Dies kommt dann besonders in Frage, wenn anwendungsspezifische Zylinder in Produktionsanlagen eine Schlüsselfunktion für den Fertigungsablauf haben und dann schnell auf einen Tauschzylinder zurückgegriffen werden muss. Dabei fließt das Know-how aus der Dichtungstechnik in den Zylinderservice genauso mit ein, wie umgekehrt die Erfahrungen aus dem Zylinderservice die Optimierung von Dichtungslösungen erleichtern.



Dichtungslösungen und Hydraulikservices aus einer Hand